01.04.2021

Ostern und die Hasen hoppeln

Ostern steht vor der Tür. Aber was feiern wir da eigentlich? Und warum färben wir Eier? Eine kleine Einsicht.

Im April kommt der Frühling so richtig in Gang. Die warmen Tage haben die Natur erwachen lassen. Auch die Friseure sind  wieder geöffnet. Rechtzeitig zu Ostern. Und wenn wir nun auch nicht ganz so unbeschwert auf Ostereiersuche gehen können, so freuen wir uns doch auf das Fest der Auferstehung, auf schöne Spaziergänge und den leckeren Sonntagsbraten. Gleichzeitig steht der Mai vor der Tür, ein Monat des vollen Lebens, des Wachstum und der Aktivität.

Woher der Begriff Ostern kommt, ist jedoch bis heute nicht endgültig geklärt. So heißt es, dass der Name von dem Ostara-Fest der Heiden kommt. Bei diesem wurde ein Fest für die „Göttin der Fruchtbarkeit“ abgehalten. Andererseits könnte das Wort aber auch von der angelsächsischen Frühlingsgöttin Eostre kommen.Jedenfalls ist Ostern das höchste christliche Fest. Es wird seit dem zweiten Jahrhundert nach Christi Geburt gefeiert. Dabei steht die Freude an der Wiederauferstehung von Jesu Christi im Vordergrund. Der Gründonnerstag steht für das letzte Abendmahl, an dem Jesus laut der Bibel sein letztes Abendmahl mit seinen Jüngern aß. Am nächsten Tag, den wir heute als Karfreitag kennen, wurde Jesus verraten, verurteilt und gekreuzigt. Und am Ostersonntag ist er laut Bibel wieder auferstanden. Im christlichen Glauben hat Jesus durch seinen Tod die Sünden und das Leid aller Menschen auf sich genommen. Das zeigt: Jesus ist stärker als der Tod. Trauer wird in Freude, Angst in Mut und Sorge in Zuversicht verwandelt.

Zu Beginn der Osterfeier werden Feuer und Kerzen gesegnet. Das Feuer gilt dabei als Symbol für die Sonne, die das Leben möglich macht. Deshalb hat das Osterfeuer in vielen Gegenden eine große Tradition. Es gibt noch zahlreiche weitere Bräuche zum Osterfest. Nicht alle lassen sich auf das Christentum zurückführen.

Wie beispielsweise der Hase zum Symbol für Ostern geworden ist, ist nicht ganz klar. Eine Theorie ist, dass ein Bäcker eigentlich ein Osterlamm backen wollte, das ihm aber misslungen ist. Es ähnelte eher einem Hasen. Dieser gilt als ein Zeichen von Leben. In Byzanz war das Tier ein Symbol für den auferstandenen Christus. Das kommt daher, weil der Hase keine Augenlider hat, er also ein wachsames Tier ist. Das passt wiederum zu Christus, der niemals stirbt.  Die älteste Erwähnung des Osterhasens stammt von einem protestantischen Autoren. Da sich die Protestanten von den Katholiken abgrenzen wollten, entwickelten sie den Brauch, dass der Osterhase die Eier bemalt und versteckt.

Und warum färben wir Ostereier? Allgemein gilt das Ei als Symbol für Fruchtbarkeit. Es steht stellvertretend für den Frühling, für die Zeit, wenn alles aufblüht und Nahrung wächst. Im christlichen Glauben gilt das Ei aber auch als Symbol für die Auferstehung. Ab Beginn des 13. Jahrhunderts sind in Deutschland gefärbte Eier bekannt. Ein Grund dafür könnte die Fastenzeit sein. Damit sich die Eier länger hielten, wurden sie gekocht und eingefärbt, um sie von den rohen Eiern unterscheiden zu können. Nach einer anderen Theorie färbten Christen die an Ostern geweihten Eier bunt ein, um sie von den ungeweihten zu unterscheiden. Beliebt war die Farbe Rot, die die Auferstehung Jesu symbolisiert.

Nun bleibt noch, der gesamten WiA ein fröhliches Osterfest zu wünschen im Denken an die Auferstehung und das Leben.

(hh)

Foto:Gary Bending unsplash